Portugiesische fliesen
Portugiesische Fliesen oder auch portugiesische Zementfliesen sind ursprünglich eine andalusische Kunstform. Auf den portugiesischen Zementfliesen kann man verschiedene Muster erkennen. Der Produktionsprozess verläuft folgendermaßen: Man trägt eine Unterschicht von Zement auf, darauf wird ein Marmorpuder mit einer Farbe gemischt und in eine Schablone gegossen, anschließend werden die portugiesischen Zementfliesen unter hohem Druck gepresst. Die Unterschicht der portugiesischen Fliesen ist aus Zement, daher auch der Name portugiesische Zementfliesen. Die portugiesischen Zementfliesen können sowohl drinnen als auch draußen verlegt werden. Die Maße der portugiesischen Zementfliesen können variieren. Diese portugiesischen Mosaikfliesen verleihen dem Interieur ein harmonisches Ganzes. In alten belgischen und französischen Häusern sind diese portugiesischen Mosaikfliesen noch antik zu finden. Derartige Mosaikfliesen kommen auch in Marokko vor, nämlich: die marokkanischen Zementfliesen. Diese haben den gleichen Produktionsprozess, sind aber poröser und von schlechterer Qualität. Dies alles wohl von den marokkanischen Zelliges zu unterschieden. Die Zementfliesen werden im allgemeinen in Portugal, Spanien, Mexiko, Frankreich und Italien produziert. In Italien werden die Zementfliesen als italienisches Terrazzo verarbeitet.
Portugiesische (Wand-)Kacheln sind blau/ weiß. Im 18. Jahrhundert wurden in Portugal in großer Zahl Delfter blaue Kacheln importiert. Diese waren dann schon in den Niederlanden mit portugiesischen Szenen bemalt worden. Die Charakteristiken portugiesischer Zementkacheln sind die fröhlichen Farben und Abbildungen (Tableaux).
Das portugiesisch/ spanische Wort für Kacheln (Fliesen) ist Azulejos und stammt aus dem Arabischen:al zulaydj bedeutet so etwas wie Zellige. Möglicherweise ist das Wort “azul” (blau) selbst wieder von Azulejos abgeleitet. Die Mauren brachten die Kunst des Bemalens polierter Kacheln aus Persien mit.
VERARBEITUNGSEMPFEHLUNG PORTUGIESISCHER ZEMENTFLIESEN
Die Fliesen vor dem Verlegen inspizieren. Weiße Ränder an den Fliesen eventuell mit feinem Schmirgelpapier oder einem Scots-Schwamm mit Wasser entfernen.
Holzunterboden
Es empfiehlt sich, zuerst eine wasserdichte Bodenplatte auf den Holzboden zu schrauben und die Fliesen mit einem flexiblen Klebemörtel zu verleimen und mit einem flexiblen Fugenmörtel zu verfugen. Bei größeren Flächen kann man am besten eine Dilatationsfuge anbringen.
Betonunterboden
Die Fliesen können in Zementmörtel fixiert oder verleimt werden.
(für Innen empfehlen wir 711 Spezialleim von Eurocol). Bei großen Flächen eine Dilatationsfuge anbringen.
Bodenheizung
Wir raten Ihnen, einen flexiblen Fugenmörtel zu verwenden und den Raum unter der Fußbodenleiste freizulassen.
Verleimen
Angesichts des durchlaufenden Musters der Fliesen empfehlen wir, die Fliesen ohne Fuge gegeneinander zu legen, aber trotzdem zu verfugen. Beim Verleimen können Sie am besten einen Zahnspachtel mit 6 mm Verzahnung verwenden. Während des Verlegens und Verfugens die Klebemörtel- und Schmutzreste sofort entfernen. Fliesen mindestens 3 Tage vor der Imprägnierung trocknen lassen!
Verfugen
Fugenbreite ca. 2 a 3 mm. Wir empfehlen Fugenmörtel von Eurocol 706, die silbergraue Farbe ist am schönsten. Es ist sehr wichtig, die Fliesen pro Quadratmeter zu verfugen und sofort überschüssigen Fugenmörtel mit einem nassen Schwamm zu entfernen. Nach dem Verfugen den Boden mindestens 2 Tage in einem gut belüfteten Raum trocknen lassen.
Danach kann der Boden abgedeckt werden (vorzugsweise mit Leinentüchern, niemals Pappe verwenden), wenn Sie den Raum betreten müssen.
Wenn der Boden sauber und trocken ist, muss er staubfrei gemacht werden. Danach kann er imprägniert werden.
• Der Boden kann vor dem Verfugen eventuell 1 Mal vorbehandelt werden, aber dann nur 1 Schicht auf einem sauberen Boden anbringen und nach der Behandlung vor dem Verfugen gut trocknen lassen.
• Wenn der Boden, wie vorstehend beschrieben, verfugt wird, kann sich kein Mörtelschleier bilden, niemals Mörtelschleierentferner auf den Zementfliesen verwenden!
In ein Sandbett legen
Die Fliesen können auch in einem Mörtelbett oder einem Sandbett verlegt werden. Dabei ist es sehr wichtig, dass Sie KEINEN schwarzen Sand, sondern Rheinsand verwenden. Dieser Rheinsand wird mit Zement gemischt. Sie müssen die Fliesen sehr feucht in ein Sandbett legen (genauso wie bei Naturstein), so erzielen Sie eine gute Haftung. Der Boden muss jetzt mindestens 3 Wochen trocknen und aushärten (1 Woche pro Quadratmeter Mörtelbett). Die Fliesen vor dem Imprägnieren zuerst 3 Wochen trocknen lassen. Das Zementbett muss mindestens 3 cm dick sein. Weil die Fliesen durch und durch feucht gemacht werden, müssen sie aushärten. Die Fliesen sind nach mindestens 1 Monat ganz ausgehärtet. Während dieses Zeitraums dürfen Sie natürlich Ihren Boden betreten, er darf aber nicht belastet werden. Es empfiehlt sich, den Boden mit Leinentüchern abzudecken, sodass kein Schmutz in den Boden einziehen kann. Falls noch Arbeiten im entsprechenden Raum durchgeführt werden müssen, empfehlen wir Ihnen, unter Werkzeug (Leitern, Schleifmaschinen und dgl.) Decken zu legen.
Imprägnieren
Lithofin MN Schmutzlöser: Mit diesem Produkt können Sie, bevor Sie den Boden behandeln oder pflegen, allen Schmutz entfernen. Leichter Mörtelschleier auf den Fliesen kann mit Lithofin Schmutzlöser MN entfernt werden. Falls erforderlich, können Sie bei uns alle Informationen zu diesem Thema erfragen.
Lithofin - Fleckenstopp: Schon seit Jahren der beste Schutz für Fliesen vor Wasser und Flecken, in Sachen Qualität und Haltbarkeit. Bleibt unsichtbar. Diese Imprägnierung wird auf einer trockenen und sauberen Oberfläche mit einem Tuch oder einem Mousse-Roller bis zur Sättigung der Fliesen aufgetragen. Anschließend entfernen Sie mit einem trockenen und fusselfreien Tuch das überschüssige Produkt. Nach 2 Tagen wirkt das Produkt optimal.
Vorher Imprägnieren: Zur Vorimprägnierung tragen Sie Lithofin Fleckenstopp auf die trockenen Fliesen auf. (NICHT an den Seitenrändern der Fliesen!)
Pflege
Zur täglichen Pflege kann der Boden gesaugt und gewischt werden. Ab und zu muss der Boden sehr gründlich reinigt werden (Bürste mit kräftigen Haaren).
Mit Lithofin glänzend und sauber verleihen Sie dem Boden einen tieferen Glanz.
Wenn der Boden imprägniert wurde, ist die oberste Schicht vor Flecken geschützt. Dennoch empfehlen wir Ihnen, die ersten 3 Monate den Boden nicht zu sehr zu belasten, da die Fliese noch aushärtet. Falls noch weitere Arbeiten in dem entsprechenden Raum stattfinden, bitte keine Werkzeuge, Leitern usw. auf den Boden stellen. Für eventuell entstandenen Schaden können wir dann nicht haftbar gemacht werden.
Der Boden ist pflegeleicht und zeichnet sich dadurch aus, dass er nach einigen sehr gründlichen Reinigungen einen tieferen Satinglanz bekommt. Zur täglichen Pflege kann der Boden einfach gesaugt und gewischt werden.
Verwenden Sie immer natürliche Seife d’or oder grüne Seife.
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